Monatsbericht November 2025
Sehr geehrte Anleger,
vor dem Hintergrund verhaltener Konjunktur- und Zinssenkungserwartungen kam es im November zu einer Rotation von zyklischen zu defensiven Sektoren. EuroStoxx50 (+0,1%), CAC40 (0,0%) und FTSE100 (0,0%) zeigten keine Impulse. Der DAX (-0,5%) gab wegen schwacher deutscher Konjunktur- und Industriedaten nach. In den USA stieg der S&P 500 (+0,1%) leicht, während der Nasdaq100 (-1,6%) nachgab. In Asien sank der Hang Seng (-0,2%), der Nikkei verzeichnete -4,1%. Hinweis Vorabpauschale: Weisen Fonds zum Kalenderjahresende eine positive Wertentwicklung auf, kann eine Besteuerung der Vorabpauschale erfolgen. Ohne Berücksichtigung individueller Steuermerkmale würde die abzuführende Steuer Anfang 2026 maximal pro Anteil betragen: RIV Rationalinvest Vermögensverwalterfonds 0,8906€ und RIV Aktieninvest Global 0,9011€. Beim RIV Zusatzversorgung fällt durch die Ausschüttung keine Steuer an. Weitere Informationen: www.riv.de/fondsbesteuerung.
Ihre RIV
Chart des Monats: Kumuliertes Geldmengenwachstum - EU & USA
Das Diagramm zeigt die kumulierte Veränderung der Geldmenge M2 seit Jahresbeginn (EU und USA, in Prozent) der letzten 10 Jahre.
Es zeigt, dass die kumulierte Geldmenge M2 in diesem Jahr in den ersten neun Monaten bei rund 7,5% lag, der dritthöchste Wert nach 2017 und 2020.
Quelle: FRED, EZB
Bewertung aktueller Liquiditätssignale des Geldmengenwachstums
Im Coronavirus-Jahr 2020 erlebten die Finanzmärkte den stärksten Liquiditätsschub der letzten Jahrzehnte. Das Wachstum der Geldmenge M2 in den USA und der Eurozone schnellte infolge umfangreicher Fiskalpakete, direkter Transferprogramme und großvolumiger Zentralbankaufkäufe von Anleihen nach oben. Dies führte in den Industrieländern zum stärksten Inflationsanstieg seit den 1980er-Jahren sowie zu breit angelegten Preisauftrieben bei Sachwerten, darunter auch bei Aktien, an den Finanzmärkten. Historisch zeigt sich, dass Phasen ausgeprägter Liquiditätsausweitung mit überdurchschnittlichen Aktienmarktgewinnen einhergehen. Höhere Systemliquidität erhöht den Risikoappetit und begünstigt damit höhere Bewertungsniveaus, was das Marktumfeld maßgeblich prägt. Entsprechend verzeichneten die Jahre 2020–2021, gemessen an führenden Aktienindizes wie dem S&P 500 und dem Nasdaq 100, die stärksten Aktienmarktgewinne der vergangenen drei Jahrzehnte. Auch für dieses Jahr zeigen die ersten drei Quartale einen deutlichen aufwärtsgerichteten Liquiditätsimpuls: Das kumulierte M2-Wachstum in den USA und der Eurozone gehört zu den stärkeren Neunmonatsperioden der letzten 10 Jahre. Darüber hinaus sind für 2026 weitere Impulse aus erhöhten staatlichen Ausgabenprogrammen großer Volkswirtschaften wie USA, China, Japan und Deutschland vorgesehen, die die Geldbasis weiter ausweiten dürften. Die aktuelle Liquiditätslage spricht also weiterhin für Sachwerte wie Aktien.
Unternehmen im Fokus
BARRICK MINING CORPORATION
Rationalinvest
Die kanadische Barrick Mining Corporation zählt zu den führenden Goldproduzenten der Welt. Das Unternehmen betreibt ein globales Portfolio an Goldminen in Nord- und Lateinamerika, Asien, Afrika und dem Mittleren Osten. Zusätzlich fördert Barrick Kupfer und entwickelt mehrere Kupfererschließungsprojekte, die den Rohstoffmix verbreitern und den strategischen Fokus auf ein duales Gold- und Kupferprofil unterstreichen. Im Rahmen dieser strategischen Neupositionierung hat das Unternehmen kürzlich seinen Namen von „Barrick Gold Corporation“ in „Barrick Mining Corporation“ geändert. Ein bedeutender Unsicherheitsfaktor war der langwierige Streit mit der Regierung von Mali über den Goldminenkomplex Loulo Gounkoto, der 2024 rund 578.000 Unzen produzierte (15% der konzernweiten Goldproduktion). Die Auseinandersetzung betraf u. a. Lizenzrechte und zeitweise operative Einschränkungen, die das Ausschöpfungspotenzial der Anlage begrenzten. Dieser Konflikt wurde nun beigelegt. Barrick und die Regierung Malis einigten sich auf eine Vergleichszahlung, alle Verfahren wurden eingestellt, Beschlagnahmungen aufgehoben und die Kontrolle über die Mine zurückgegeben. In Q3 erzielte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von +23% auf 4,1 Mrd. US-Dollar, getragen von steigenden Goldpreisen. Der Nettogewinn kletterte um +169% und Barrick erhöhte im Anschluss die Dividende um +25%.
CISCO SYSTEMS
Rationalinvest, Zusatzversorgung
Cisco Systems ist ein US-amerikanisches Technologieunternehmen und zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Netzwerktechnik und IT-Infrastruktur. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Hardware, Software und Sicherheitslösungen für Unternehmensnetzwerke, Rechenzentren und cloudbasierte Architekturen. Im jüngsten Quartal steigerte Cisco den Umsatz um +8% auf 14,9 Mrd. USD, getragen von einer anhaltend starken Entwicklung im Netzwerksegment (+15%). Die Produktbestellungen erhöhten sich um +13% und markierten das fünfte aufeinanderfolgende Quartal mit zweistelligem Wachstum bei Netzwerkprodukten. Dieses Momentum wird durch einen mehrjährigen globalen Erneuerungszyklus bei Campus-Netzwerken unterstützt, in dessen Rahmen Unternehmen ihre Netzwerkinfrastrukturen modernisieren, um höhere Sicherheits-, Cloud- und KI-Anforderungen abzudecken. Besonders dynamisch entwickelt sich die Nachfrage nach KI-fähiger Netzwerkinfrastruktur. Cisco verzeichnete KI-Infrastrukturaufträge im Umfang von 1,3 Mrd. USD, überwiegend von sogenannten Hyperscalern, großen Cloud-Anbietern wie AWS, Google Cloud oder Microsoft Azure, die hochskalierbare Rechenzentren für KI- und Datenverarbeitungsprozesse betreiben. Diese Nachfrage reflektiert den strukturellen Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Netzwerken, die für rechenintensive KI-Workloads erforderlich sind.
DICK‘S SPORTING GOODS
Aktieninvest
DICK’S Sporting Goods ist ein US-amerikanischer Sportartikelhändler und zählt zu den führenden Anbietern im nordamerikanischen Markt. In Q3 schloss DICK’S die Übernahme von Foot Locker ab, für das ein Kaufpreis von rund 2,4 Mrd. USD entrichtet wurde. Mit der Akquisition entwickelt sich DICK’S von einem rein national ausgerichteten Sportartikelanbieter zu einem globalen Multimarkenhändler für Sport, Footwear und Streetwear. Vor der Transaktion betrieb das Unternehmen rund 890 Filialen ausschließlich in den USA und Kanada, nach dem Zukauf umfasst das Netzwerk über 3.200 eigene sowie etwa 250 lizenzierte Standorte in mehr als 20 Ländern weltweit. Im Rahmen der Integration hat DICK’S die Schließung unterdurchschnittlich performender Filialen, den Abbau unproduktiver Lagerbestände sowie eine operative Neuausrichtung des Foot Locker-Geschäfts angekündigt, mit dem Ziel, dessen Profitabilität mittelfristig wiederherzustellen. In Q3 erzielte das Unternehmen, ohne Berücksichtigung der Foot Locker-Übernahme, ein Umsatzwachstum von 5,9 % auf rund 3,2 Mrd. USD. Dieses Wachstum ist weitgehend organisch und wird strukturell getragen von einem zunehmenden Gesundheits- und Fitnessbewusstsein, wachsender Freizeitaktivität sowie dem anhaltenden Trend zu sportlich-funktionaler Alltagsbekleidung (Athleisure).